db.Zucht

Höchste, stationsübergreifende Qualitätsstandards in allen KB-Stationen.

Die Veterinärgesellschaft – unverzichtbarer Dienstleister für das gesamte BHZP-Zuchtprogramm

Die Arbeit in den sechs BHZP-eigenen KB-Besamungsstationen erfolgt nach strengsten, vorbeugenden Hygienevorgaben (u.a. Stationsabschirmung, strikte Zutrittsbeschränkung, 48-Stunden Quarantäne für Personal, Schwarz-Weiß-Trennung, Duschpflicht, Kleidungswechsel, Desinfektion u.a.). Erst die konsequente Erfüllung aller BioSecurity-Standards sichert die maximale KB-Qualität nach SGD-Zertifizierung. Die sehr hohen Standards gelten einheitlich für alle KB-Standorte des BHZP und sorgen für eine gleichbleibend hohe, erstklassige Qualität.
Jedem Eber stehen 6 m2 Stallplatz mit Stroh- und Späne-Einstreu zur Verfügung, das flexibel gebaute Sauen-Phantom unterliegt höchster Hygiene. Für die keimarme Produktion werden geräumige, ruhige Absambuchten und 36°C-vortemperierte Auffanggefäße eingesetzt.

Die Rohrpost lässt eine schnellstmögliche Verarbeitung zu: hochqualitative Aufbereitung bzw. Kontrollen (mi­kroskopische Spermienbeweglichkeits-Prüfung – minimal 70%, photometrische Dichtebestimmung, Einfärbung) im Labor durch erstklassig ausgebildete, routinierte Mitarbeiter. Im KBS-Programm, einer leistungsstarken BHZP-Software, werden alle Daten langfristig, sicher und rückverfolgbar erfasst und gespeichert.
Verdünnerbehälter und Abfüllmaschine garantieren optimale Hygiene, jede einzelne Tube wird in höchster Sorgfalt befüllt, verschweißt und etikettiert. Von jedem Ejakulat entnehmen die KB-Mitarbeiter Rückstellproben für konsequente Kontrollen der Spermien-Beweglichkeit nach 24, 48 und 72 Stunden. Zusätzliche Sicherheit gibt die MAS-Untersuchung: Monatliche Kontrollen bei jedem Eber auf morphologisch abweichende Spermienformen und weitere Prüfungen im Verdachtsfall tragen dazu bei, höchste Qualität sicherzustellen. Die Lieferung der Tuben erfolgt in stabilen Transportbeuteln, eingesetzte Kurierautos verwenden ausschließlich elektronisch gesteuerte Klimaboxen. Nützliche Dienstleistungen wie Scanner-Dienst, Eigenbestandsbesamungs-Lehrgänge, Betriebshilfsdienst, Repro-Beratung und Bedarfsartikel) runden das KB-Leistungsspektrum des BHZP perfekt ab.

All die internen Prozesse im BHZP bilden Bausteine der Sicherung eines Qualitäts­standards, der weltweit führend ist.
Spitzengenetik in der Besamung auf weltweit höchstem Niveau bindet in erheblichem Umfang finanzielle Mittel, die über den Spermapreis refinanziert werden müssen. Der Besamungsmarkt Deutschland ist preislich im globalen Vergleich ein Billigmarkt. Nirgendwo sind die Besamungskosten niedriger als in Deutschland.
Der Besamungsaufwand lag den Erzeugerringauswertungen der VzF GmbH Uelzen nach im letzten Wirtschaftsjahr 2015/16 bei 30 € je Sau und Jahr. Dies sind 0,86 € je lebend geborenes Ferkel und 1,01 € je abgesetztes Ferkel. Bezogen auf den Spe­zialaufwand je Sau und Jahr macht
der Besamungsaufwand lediglich 2,4 % aus und ist in den letzten Jahren stabil geblieben.

Für die Gesunderhaltung der Sauenbestände wurde mit 174 € das 5,8-fache und für Wasser und Energie mit 94 € etwas mehr als das Dreifache ausgegeben.
Der Futteraufwand je Sau und Jahr, incl. der Ferkel betrug 780 € und nahm 62,4 % der Gesamtkosten ein. Von daher sind Kosteneinsparpotentiale eher in den kostenträchtigen Positionen zu suchen als in der Besamung.

Eber wird in den Absambereich gebracht und vorher gesäubert. Messung der Körper­temperatur, Identi­fizierung des Tieres

Das Ejakulat wird je nach Rasse eingefärbt und über die Verdünnungs- und Abfülltechnik portioniert

Mitarbeiter bereitet die Absam­untensilien wie z. B. Thermo­gefäß, vortemperierte US-Bags , Absamhandschuhe vor

Die fertigen Sperma­tuben werden nun unter Beachtung der Kühlkurve für den Versand bereit gestellt

Eber wird per Handdruckmethode abgesamt. Dabei wird besonders auf die Hygiene geachtet, wie z.B. dass das Ejakulat im freien Fall von der Penis­spitze in den Filter läuft

Die Bestellungen werden im KBS erfasst und die Spermaportionen werden nach Kundenwünschen, Eberpools, Paarungsplänen zugeteilt

Das Ejakulat wird schnell in das Labor durch die ­Hygieneschleuse verbracht

Die Portionen werden hygienisch im Beutel luftdicht eingeschweißt versandfertig gemacht

Das Ejakulat wird über BHZP KBS Software erfasst und die Parameter wie Volumen, Spermiendichte, Motilität und MAS (morpholgisch abweichende Spermien) ermittelt.

Der Versand erfolgt über den BHZP eigenen Kurierdienst. Die Fahrzeuge snd mit elektronisch geregelten Klimaboxen ausgestattet zur Einhaltung der optimalen Temperatur

Die Daten werden im KBS verarbeitet und an die ­Abfülltechnik übermittelt

Das Sperma wird auf dem Betrieb an dem vereinbarten Abstellplatz hinterlegt