db.Remo: Eigenremontierung im BHZP

Eine speziell auf Ihren Ferkelerzeugerbetrieb zugeschnittene Eigenremontierung stellt eine interessante Alternative zum Jungsauenzukauf dar. Unsere drei Konzepte können völlig flexibel gestaltet und so für jede betriebsindividuelle Situation angepasst werden.

1 Eigenremontierung mit Zukauf der Großelterntiere

Bei Konzepten mit Zukauf der Großelterntiere (db.03 oder db.01) findet ein eingeschränkter Tierverkehr statt. Dieses führt zu einer gesundheitlichen Stabilisierung der Herde. Nur die Großelterntiere werden hier in geringen Stückzahlen (Umfang ca. 4% der Herde) und größeren Abständen in den Betrieb integriert und dann zur Hybridsauenerzeugung genutzt. Die Reinzuchttiere können in verschiedenen Altersstufen zugekauft werden. Durch den Import der Großelterntiere und den Einsatz des Zuchtlinienspermas wird der Zuchtfortschritt in den Betrieb getragen. Diese Form der Eigenremontierung lässt sich auch schon in kleineren Beständen gut realisieren.

2 Eigenremontierung mit eigener Produktion der Großelterntiere

Bei diesem Remontierungssystem ist der Betrieb komplett geschlossen. Es findet kein Tierverkehr statt, so dass die Herde gesundheitlich stabil und abgeschirmt produziert. Die Sauenherde setzt sich aus ca. 90% Hybridsauen und ca. 10% Reinzuchttieren zusammen. Die Anpaarungen für die Reinzuchttiere spalten sich in einen geringen Umfang an Reinzucht-anpaarungen (z. B. db.03 x db.03) sowie in einen etwas höheren Anteil mit Anpaarungen zur Hybridsauenerzeugung auf (db.01 angepaart an db.03). Der Zuchtfortschritt des gesamten Zuchtunternehmens wird durch das Sperma an den Betrieb weitergegeben. Diese Form der Eigenremontierung lohnt sich erst in größeren Beständen.

3 Wechselkreuzung

Bei der Wechselkreuzung wird auf Basis von zwei Linien gearbeitet, der db.03 und der db.01. Auf Grundlage der modernen Hybridsau (db.Viktoria) wird immer abwechselnd Sperma von einer der beiden Ausgangslinien eingesetzt. Langfristig verteilen sich die Genanteile der Wechsel-kreuzungssauen im Verhältnis von ca. einem Drittel zu zwei Drittel mit zwei Dritteln Genanteilen der zuletzt eingesetzten Eberlinie. Der große Vorteil dieser Eigenremontierungsvariante ist, dass die gesamte Herde als Grundlage zur Zuchtanpaarung genutzt werden kann. Bei diesem Konzept wird der Zuchtfortschritt ausschließlich durch das Sperma an den Betrieb weitergegeben, die Herde ist also komplett geschlossen. Dieses System kann auch schon in kleineren Beständen Anwendung finden und so zu einer gesundheitlichen Stabilisierung führen.

Die genetischen Grundlagen
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